Ist das die Liebe
....oder doch wieder nur das Verlangen nach Liebe?


Freie Bühne Wendland
Buchbares Repertoire

Die Ehe von Lew Nicolajewitsch Tolstoi und seiner Frau Sonja. Aus Tagebüchern und Briefen zusammengestellt von Andrea Clemen.

Sie: „Mein Herz wird ganz weit vor Zärtlichkeit. Du hast etwas Weises, Gutes, Naives, Eigensinniges… Dein Blick, der jedem in die Seele dringt.“ Er: Sofja, du zweite Hälfte meiner Seele und meines Körpers.“

Zwei Menschen schreiben sich ein Leben lang herzzerreißende Liebesbriefe und streiten sich bis aufs Äußerste. Er ist ein Wegbereiter der russischen Revolution, sie verlegt seine Bücher und zieht die dreizehn Kinder groß. Die Rede ist von Sonja und Lew Tolstoi, die mit ihren Briefen und Tagebüchern ein sehr lebendiges und dazu literarisch hochkarätiges Zeugnis ihrer Liebe hinterlassen haben, packend wie ein Roman! Das Paar streitet über Liebe, Politik und das Leben. Kein Wort hat an Aktualität oder Dringlichkeit eingebüßt.

Die Tolstojs fanden in den 48 Jahren ihrer Ehe keine eindeutige Antwort, mit ihren Aufzeichnungen hinterließen sie aber ein einzigartiges Zeugnis ihrer verzweifelten Suche. „Zwei höchst intelligente Menschen streiten über die Liebe, die Politik und das Leben. Man leidet mit und lernt“ urteilt der ORF über das von Andrea Clemen zusammengestellte Material. Es ist eine geballte Zeitreise durch das Russland der Zarenzeit bis hin zur Russischen Revolution und durch 48 Jahre einer Ehe, die nicht zerbrechen kann und zur Hölle wird. Dies alles ganz subjektiv von dem berühmten Schriftsteller und seiner Frau formuliert. Historisch zwar, aber hoch aktuell. Die Entwicklung, die die Beziehung der beiden durchläuft, von der heftigen Verliebtheit bis hin zur absoluten Verständnislosigkeit auf beiden Seiten ist dramatisch. Das Paar las die Tagebücher des jeweils anderen, ohne ihn wirklich zu verstehen und schrieb sogar Bemerkungen dazu. Dadurch wirken viele Tagebucheinträge wie ein lebendiger Dialog.

Inszeniert und gespielt von Kerstin Wittstamm und Caspar Harlan.



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