Freies Theater in der Mitte der Republik


Zentraler kann eine Region gar nicht liegen als Südwest-Niedersachsen.

Gleich einem Appendix grenzt es am unteren Rande von Niedersachsen an Thüringen, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Im Schlussbericht der Enquete Kommission des Deutschen Bundestages zur ›Kultur in Deutschland‹ taucht die Region jedoch nur einmal auf: als Problemzone, die stark unter dem demografischen Wandel zu leiden hat.

Die Menschen wandern ab, die Theatermacherinnen und -macher füllen diese Lücke mit einem beachtlichen Angebot an vielfältigen Produktionen. Die Vernetzung und der damit verbundenen Austausch wird dabei augenscheinlich zum Markenzeichen der Protagonisten im Süden Niedersachsens.

Zuspruch beim verbliebenen Publikum finden sie alle und nicht nur in der engeren Region, denn sie stellen sich dem nationalen Wettbewerb unter den Freien Theatern und reisen viel. Das bildet und führt immer wieder zu neuen Kooperationsoptionen.

Große Probleme bereitet den Theatern derzeit die Entscheidung der Niedersachsen regierenden CDU/FDP-Koalition, die bisherige Förderung durch die Niedersächsische Lottostiftung einzustellen, ohne dass die neue Zuständigkeit der Stiftung Niedersachsen Planungssicherheit für die Gruppen verheißt. Dieses Vakuum betrifft die Szene der Freien Theater existentiell, nicht nur in Südwest-Niedersachsen.


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