Kreatives Prekariat

Wie lebt es sich von und mit der Kunst? 59. Kulturpolitisches Kolloquium vom 21. - 23. Februar 14.

Die Evangelische Akademie Loccum und die Kulturpolitische Gesellschaft e.V. laden vom 21. bis 23. Februar 2014 zu einer Tagung über die ökonomischen Lebensumstände von Kulturschaffenden ein.

Die „Kreative Szene“, das sind die dynamischen, kosmopolitischen jungen Menschen, die das Image der Städte prägen und im Stadtmarketing gerne als Aushängeschild benutzt werden. Und es scheint ja auch für eine wachsende Anzahl von Personen attraktiv zu sein, einen kreativen, oft stark individualisierten Lebensstil zu pflegen. Der Preis dafür: ein permanentes Hangeln von Projekt zu Projekt in Selbständigkeit oder befristeter Beschäftigung, bei zumeist geringem und/oder unregelmäßigem Einkommen. Handelt es sich dabei um selbst gewählte Prekarisierung?

Dass Künstlerinnen und Künstler tendenziell arm sind, ist nichts Neues. Aber warum ist das so? Zu den Künstlerinnen und Künstlern im engeren Sinne gesellen sich zudem immer mehr Personen, die zu den „Kreativen“ im weiteren Sinne zu zählen sind. Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Wachstum der Branche Kulturwirtschaft und der immer größeren Zahl von prekären Arbeitsverhältnissen im kreativen Bereich? Welche kulturpolitischen Anstrengungen müssen unternommen werden?

In der Diskussion mit Künstlerinnen und Künstlern sowie Verbandsvertretern und Wissenschaftlern werden während der Tagung soziale Problemlagen identifiziert, nach alternativen Einkommensmodellen gefragt und Entwicklungs- und Fördermöglichkeiten erörtert.

Das Programm:
http://www.loccum.de/programm/p1408.pdf

Onlineanmeldung:
http://www.loccum.de/programm/anmeldung.html



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