Bundespreis für Das Letzte Kleinod

Preisverleihung. Foto: Eva Radünzel

In diesem Jahr wurde zum ersten Mal der Theaterpreis des Bundes verliehen - einer der Presiträger ist das LaFT-Mitglied Das Letzte Kleinod. Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, die Auszeichnung am 29. Januar 2016 in der Akademie der Künste in Berlin. Insgesamt waren fünf der zwölf Preisträger des "Theaterermutigungspreis" - wie ihn die Staatsinisterin im Vorfeld nannte - Freie Theater.  

In der Begründung der Preisjury für die Auswahl von Das Letzte Kleinod heißt es:

"Die Gruppe ist ein herausragendes Beispiel für zeitgemäße Theaterarbeit im ländlichen Raum. Im Bahnhof Geestenseth ist der Sitz der Gruppe, von dort aus bricht sie im Ozeanblauen Zug zu Expeditionen in die gesamte Region auf. Ihre Stücke setzen sich mit den Themen der Kulturlandschaft an der Nordseeküste auseinander: Arbeit, Flucht, Migration, Kolonialismus, Forschung, Piraterie und Krieg. Aus dieser regionalen Verortung heraus hat die Gruppe neue, zeitgemäße Formate zum hochaktuellen Thema Flucht und Vertreibung entwickelt, die sie auch in internationalen Kooperationen umsetzt. Außerdem bilden Produktionen für Kinder und Jugendliche eine wichtige Programmlinie.

Der Theaterpreis des Bundes richtet sich an kleine und mittlere Theater - insbesondere auch jenseits der Metropolen -, deren Programm in der Spielzeit 2014/15 Grundlage der Bewertung war. Aus 187 Bewerbungen hat die fünfköpfige Jury zwölf Theater als Preisträger ausgewählt. Mit den Preisgeldern in Höhe von insgesamt 900.000 Euro möchte der Bund diese Bühnen ermutigen, erfolgreiche Beispiele einer in die Stadtgesellschaft wirkenden Kulturarbeit fortzuführen.

Die weiteren Gewinner des Theaterpreises waren: Stadttheater Bremerhaven, Theater Oberhausen, Fundus Theater (Hamburg), Städtische Bühnen Osnabrück, Theater der Jungen Welt (Leipzig), FFT Düsseldorf, Figurentheaterzentrum Westflügel Leipzig, Theater der Altmark / Landestheater Sachsen-Anhalt Nord, Anhaltisches Theater Dessau, Heimathafen Neukölln (Berlin), Maxim Gorki Theater (Berlin)


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