Best OFF-Festivalpreis geht an Fräulein Wunder AG

Mit der Vergabe eines Preisgeldes in Höhe von 5.000 Euro an das Theaterkollektiv Fräulein Wunder AG ging gestern Abend BEST OFF − Festival Freier Theater der Stiftung Niedersachsen zu Ende.

Die Festivaljury lobte die intelligente Annäherung an das Thema Migration und die gelungene kreative Umsetzung. Jurymitglied Kathrin Veser vom Theater Hebbel am Ufer in Berlin begründete die Wahl auch mit der besonders gelungenen Umsetzung von Punkten, die die Freie Szene auszeichnet: Recherche zu einem gesellschaftlich relevanten Thema, kreative Nutzung des Raums sowie partizipatorische Elemente.

2cebfdae7a8ea5d691033c085990a9d4_LDaniela Koß und Joachim Werren von der Stiftung Niedersachsen mit dem Ensemble der Fräulein Wunder AG. Foto: Marek Kruszewski

In den vorangegangen drei Tagen, vom 6. bis 8. Oktober, waren sechs von einer Fachjury ausgezeichnete Inszenierungen aus Niedersachsen in 15 Vorstellungen in Hannover zu sehen. Alle Aufführungen waren sehr gut besucht, und die Auslastung lag mit über 1.000 Besuchern bei 90%. Nicht nur die Inszenierungen waren stark nachgefragt, sondern auch die Diskussionsrunden zogen ein interessiertes Publikum an.

Die Stiftung Niedersachsen freut sich über den gelungenen Auftakt des in Zukunft alle zwei Jahre stattfindenden Festivals. Es wurde von der Freien Szene sowie der interessierten Öffentlichkeit gleichermaßen gut angenommen. „Die positive Resonanz bestätigt unser Anliegen, Qualitätsformate im Freien Theater zu präsentieren und zeigt die Notwendigkeit, der Szene eine Plattform zu geben" sagt Joachim Werren, Generalsekretär der Stiftung Niedersachsen.

Ausgewählte Inszenierungen

  • Theater Fensterzurstadt "Die Nacht, die Lichter"
  • unitedOFFproductions "Das letzte Abendbrot"
  • Fräulein Wunder AG "Auf den Spuren von..."
  • machina eX "15.000 Gray"
  • Theater Karo Acht "Das Glück kommt wie ein Donnerschlag"
  • Theater Fadenschein "Tür auf Tür zu"

Die Theatergruppen erhielten jeweils ein Preisgeld von 10.000 €.

Der Festivaljury gehörten Angela Glechner (Kampnagel, Hamburg), Kathrin Veser (Hebbel am Ufer, Berlin) und Niels Ewerbeck (Theaterhaus Gessnerallee, Zürich) an.


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