Freie Szene unter Druck - Doppelhaushalt 2027/28

Freie Szene unter Druck - Doppelhaushalt 2027/28

Die Freie Szene ist unter Druck. Das ist nichts Neues, wir alle kennen die prekären Arbeits- und Produktionsbedingungen seit Jahren. Der nun vorgestellte Kulturhaushalt, der als Gewinn für die Kultur erzählt wird, ist allerdings ein Schlag ins Gesicht aller, die sich um die Freien Darstellenden Künste bemühen.

In einem Interview mit dem NDR spricht Minister Falko Mohrs davon, dass man "nicht alle Probleme mit einem Paket lösen" könne, aber viele akut vorhandene. Fest steht: Die Probleme der Freien Szene meint er nicht. Allein die Erhöhung der Projektmittel um 250.000 € pro Jahr soll verstetigt werden. Die dringenden Bedarfe der Spielstätten, die die Voraussetzung für Produktionen sind, werden weitgehend ignoriert. Das ist fatal. Wenn das das letzte Wort gewesen ist, gehen im Flächenland einige Lichter aus.

Es ist viel leichter - und günstiger - Strukturen zu erhalten und zu stärken, statt sie irgendwann neu aufzubauen. Deshalb müssen den schönen Worten von der Unverzichtbarkeit der Freien Darstellenden Künste jetzt Taten folgen!

Auch die Bedarfe der Geschäftsstelle, werden nicht gesehen. Denn auch hier steigt der Arbeitsaufwand in Projektbüro, kulturpolitischer Arbeit und Vernetzung stetig.

Und wenn man nun fragt, was das Land Niedersachsen von der Freien Szene hat, dann haben wir darauf mindestens so viele gute Antworten, wie wir Mitglieder haben. Unsere Antwort fällt vielstimmig aus, sie ist das Ergebnis jahrzehntelanger professioneller Arbeit, innovativer Entwicklungen, Überraschungen und immer wieder beglückender Kreativität und künstlerischer Ästhetiken.

Die von uns geforderten Summen sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern gehen von realen Bedarfen aus.

Aber noch geben wir nicht auf! Der Haushalt ist noch nicht beschlossen. Wir sind zu einem Gespräch mit dem Minister verabredet und erhalten auf kommunaler sowie Landesebene Unterstützung, zum Beispiel von den CDU-Politikerinnen Martina Machulla und Cindy Lutz.

Foto: Filip Filipov via unsplash.

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Mit den drei Arbeitsbereichen Service, Kulturpolitik und Öffentlichkeitsarbeit ist der Landesverband Freie Darstellende Künste in Niedersachsen sowohl für seine Mitglieder als auch für die interessierte (Fach-)Öffentlichkeit die Anlaufstelle, wenn es um Freie Darstellende Künste im Flächenland Niedersachsen geht.

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