Mit der Umsetzung dieser kulturpolitischen Ziele erbringen die Freien Darstellenden Künste ihren Beitrag zu den wesentlichen Zukunftskomponenten
- Resilienz
- Nachhaltigkeit
- Demokratiestärkung und
- verbesserte Angebote in den ländlichen Räumen.
Erhöhung der Spielstättenförderung für Freie Theater in Niedersachsen auf 5,5 Mio. Euro/Jahr
Seit 2025 gibt es einen eigenen Haushaltstitel für Spielstättenförderung für Freie Theater in Niedersachsen, der die strukturellen Bedarfe der Spielstätten in den Städten und insbesondere den ländlichen Räumen in Niedersachsen unterstützt.
Ein essenziell wichtiges und unverzichtbares Förderinstrument, das jedoch in seiner Gesamthöhe von 450.000 Euro/Jahr komplett unterdimensioniert ist – beantragen doch mehr als 20 Freie Spielstätten diese, inzwischen auch dreijährige, Projektförderung. Wenn also beispielsweise ein neues Figurentheater in Aurich/Ostfriesland eine jährliche Förderung von 18.000 Euro Spielstättenförderung erhalten kann, ist dies lediglich ein homöopathisches Zeichen des Landes Niedersachsen an einen von vielen wichtigen Standorten im Flächenland.
Eine Evaluation der früheren AG Spielstättenförderung hat den Bedarf von 250.000 Euro/Haus/Jahr vom Land Niedersachsen bereits vor mehr als 10 Jahren generiert.
Da können, müssen und wollen wir jetzt – mit Ihrer Unterstützung – hinkommen.
Die Spielstätten in Niedersachsen werden von den Künstler*innen hochgeschätzt und vom Publikum gut besucht. Sie sind als Lichterkette die Basis der Freien Szene in Niedersachsen, essenziell für die 10 geförderten Vorstellungen im Land und zugleich (teils letzte) Orte der Demokratie im Flächenland.
Was wir gleichzeitig an diesen Spielstätten ausbauen wollen, ist das Angebot von Gastspielen für ein junges Publikum – die Theaterzuschauenden von morgen.
Nach dem äußerst erfolgreichen Vorbild der bundesgeförderten Projekte NEUE SPIELRÄUME und SPIELRÄUME NEU VERMESSEN werden wir ein kuratiertes und projektgeleitetes Gastspielprogramm für junges Publikum mit einem Fördervolumen von 500.000,-- Euro/Jahr einführen.
Niedersachsen ist fast das letzte Flächenland ohne Gastspielförderung. Das möchten wir zugunsten der Kinder- und Jugendlichen, dem Publikum von heute und morgen und einer zugänglichen Kultur genau jetzt verändern.
Verstetigung der Erhöhung der Projektmittel für die Freien Darstellenden Künste auf 750.000 Euro/Jahr
Die für 2026 bestehenden Projektmittel in Höhe von 500.000 Euro wurden um 250.000 Euro über die Politische Liste erhöht und müssen vorrangig verstetigt werden, um Mittel in einer Gesamthöhe von 750.000 Euro/Jahr im Flächenland Niedersachsen für Tanz-, Kinder- und Jugend- sowie Erwachsenenproduktionen als Angebot an das Publikum zu erhalten. Auf Bundesebene wurde inzwischen die Honoraruntergrenze nach vielen Jahren moderat angepasst. Niedersachsen muss den Anschluss haben, um die Tanz- und Theaterschaffenden im Land zu halten und eine drohende Altersarmut von Freien Künstler*innen einzudämmen.
Absicherung der institutionellen Förderung des LaFT auf 200.000 Euro/Jahr
Der LaFT und seine Geschäftsstelle erhalten seit 35 Jahren eine institutionelle Förderung des Landes Niedersachsen in Höhe von ungefähr 100.000€, die die Arbeit der Kulturpolitik, den Service für Freie Tanz- und Theaterschaffende und die Öffentlichkeitsarbeit ermöglicht.
Die moderaten Steigerungen für die äußerst wertvolle und von den (Tanz-)Theatern sehr geschätzte Geschäftsstelle beliefen sich in den vergangenen 20 Jahren auf insgesamt knapp 20.000 Euro. Für die Jahre 2025 und 2026 wurden zur Erstellung eines strukturellen Konzepts für die Zukunft des Verbands zusätzlich je 25.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Daran anschließen muss sich die Finanzierung einer dritten Stelle (30 Std./Wo), um die für alle Kulturverbände wachsenden Aufgaben in diesem lebendigen und nachwuchsreichen Verband zu bewältigen. Die derzeitigen Geschäftsführerinnen, Martina von Bargen und Uta Lorenz, sind aufgrund permanenter Anspannung bereits erkrankt bzw. vom Ausbrennen und schlechter Altersversorgung betroffen. Eine stabilere Aufstellung für die Zukunft ab 2027 und eine Anpassung der Dotierung für die Mitarbeiter*innen ist dringend erforderlich und wird von den Mitgliedern vollumfänglich unterstützt.
Vorstand und Geschäftsführung des LaFT – Landesverband Freie Darstellende Künste in Nds.
e. V. Lister Meile 27 30161 Hannover Tel. 05 11/35 35 486 laft@laft.de
Für Fragen und Austausch steht Ihnen die Geschäftsführung des LaFT gerne zur Verfügung.