Online-Premieren, Live-Streams, Tanztraining, Hintergrundberichte, exklusive Interviews und weitere digitale Projekte aus der freien Tanz- und Theaterszene Hannovers. Seit Anfang...
Während zahlreiche Bundesländer eigene Programme aufgesetzt haben, um die krisengeschüttelte Kulturbranche zu unterstützen, greift in Niedersachsen nach wie vor ausschließlich das Bundesprogramm aus Wirtschaftshilfen und Sozialschutzpaket. Dieses Bundesprogramm geht jedoch an der Arbeitsrealität der soloselbstständigen Kunstschaffenden vorbei, wie 26 Bundes- und Landesverbände aus den Bereichen Musik und darstellende Künste in ihrem am 12. Mai 2020 veröffentlichten gemeinsamen Appell ausführlich darlegen. Die niedersächsischen Kulturverbände unterstützen daher jegliche Initiativen auf Landesebene, die Sonderfonds für soloselbstständige und freischaffende Kulturschaffende in Niedersachsen, z.B. nach den Vorbildern Baden-Württemberg, NRW, Hessen und vieler anderer Bundesländer, zum Ziel haben. Sie fordern, endlich auch in Niedersachsen Hilfen einzurichten, die sich in Form von Zuschüssen für Lebenshaltungskosten an den tatsächlichen Bedarf von Soloselbständigen aller Branchen anpassen und insbesondere die spezifischen Lebens- und Arbeitsrealitäten freier Künstler*innen berücksichtigen. Entscheidender Faktor ist dabei nicht, ob dieser Sonderfonds den Kontrollkorpus der "Grundsicherung" aufweicht und damit den ungebremsten Absturz auf das soziale Minimum verhindert oder ob er sich als mehrmonatiger Landeszuschuss an die Soforthilfe der NBank andockt. Entscheidender Faktor ist, dass mit einem solchen Sonderfonds für Kulturschaffende Einnahmeausfälle kompensiert, der individuelle Lebensunterhalt bestritten, einmalige Investitionen getätigt und damit die wirtschaftliche Eigenständigkeit der Zuschussempfänger*innen erhalten werden kann. Die niedersächsischen Kulturverbände fordern die Landesregierung auf, das Pingpong-Spiel der Zuständigkeiten zwischen Land und Bund zu beenden und die Zukunft einer vielfältigen Kunst- und Kulturlandschaft in Niedersachsen langfristig zu sichern! Modelle vieler Nachbarländer zeigen, wie durch enge Zusammenarbeit von Regierungen und Kulturverbänden passgenaue Fördermittel für Kulturprojekte bereitgestellt werden. Auch Niedersachsen benötigt die Förderung kreativer Ideen und Formate der Kulturszene, um den Fortbestand von Strukturen zu unterstützen und die Rückkehr der Kultur in den Alltag zu ermöglichen!
Vom 10. - 12. Juni 2020 findet das 7. Norddeutsche Kinder- und Jugendtheaterfestival HART AM WIND als digitale Corona-Edition statt. Anstelle der ursprünglich analog geplanten Veranstaltungen werden die von der Jury ausgewählten Produktionen in einem 10-minütigen Video vorgestellt. Das Rahmenprogramm widmet sich in digitalen Workshops, Diskussionen und Meetings dem Thema „Demokratie er*leben“.
DIE VIELEN haben sich als Zusammenschluss von Kulturschaffenden und Institutionen für die Sicherung der Kunstfreiheit in Offenheit und Vielfalt gegründet. Unter dem Slogan "Wir sind viele - jede*r einzelne von uns - die Kunst bleibt frei!" rufen DIE VIELEN nun für den 8. und 9. Mai 2020 zu den Glänzenden Aktionstagen auf, um für Kunstfreiheit und demokratisches Miteinander einzutreten.   Anlass sind der 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai sowie der Europatag am 9. Mai. Das Aktionsbündnis der über 4.400 Unterzeichner*innen der Erklärungen der Vielen setzt auf die Selbstaktivierung von Netzwerken in der Kultur, um gegen soziale Ungerechtigkeiten, gegen Populismus und Nationalismus - in Europa wie auch hierzulande - aktiv zu werden. Damit verbunden ist die Aufforderung, niemanden zurückzulassen - nicht an den Grenzen, nicht in der Krise der Pandemie und nicht in den Wohnungen! Corona zum Trotz gestalten DIE VIELEN Möglichkeits- und Diskursräume im Digitalen und Analogen. In über 32 Städten finden Aktionen im Stadtraum, in den Kulturorten, im Internet statt. So auch in Niedersachsen! Auch DIE VIELEN in Niedersachsen werden bei den Glänzenden Aktionstagen am 8. und 9. Mai 2020 sichtbar sein, trotz der Corona-bedingten Einschränkungen. Die niedersächsischen VIELEN erinnern mit einem glänzenden Rauschen an ihren Häusern, auf ihren Webpages und in den Sozialen Medien, dass das geeinte Europa ein antifaschistisches und solidarisches Friedensprojekt war und ist. Über einen glänzenden Stream (dievielen.de/stream) der VIELEN machen sie unter am 8. Mai zwischen 18 – 24 Uhr auf ihre Aktionen aufmerksam: Aus einem goldenen Studioraum in Berlin als Schnittstelle aller überregionalen Aktionen werden sowohl live-Streams als auch vorproduzierte Videos der VIELEN aus Hildesheim, Braunschweig, Osnabrück, Wolfsburg, Oldenburg, Hannover u.v.m. gezeigt, miteinander verschnitten und live auf einem Youtube-Kanal moderiert. Am 9. Mai 2020, dem Europatag, ist der glänzende Streaming Kanal für ein offenes EUROPA DER VIELEN erneut online! Zwischen 12:30 - 13:30 Uhr wird die Erklärung der VIELEN live oder vorproduziert verlesen: auf öffentlichen Plätzen, vor geschlossenen Theatern, in Wohnzimmern – aus Niedersachsen und bundesweit. Um 12:40 Uhr singen verschiedene Chöre aus den Städten und vom Land die Alternative Europahymne DER VIELEN. Ein von den Künstlerinnen Bernadette La Hengst und Barbara Morgenstern mit vielen Sänger*innen vorproduziertes Video zur alternativen Europahymne wird ab 1. Mai auf Social Media veröffentlicht und lädt alle dazu ein, sich am 9. Mai anzuschließen: Auch Einzelpersonen oder kleinere Gruppen sind eingeladen von Balkonen, in Eingängen, auf diversen Bühnen zu singen. Text und Musikbegleitung sind auf der Webseite der Vielen zu finden: www.dievielen.de/aktuelles Um 13:30 Uhr gibt es einen Zusammenschnitt der Glänzenden Aktionen beider Tage. Eine Auswahl der Aktionen: • DIE VIELEN der Freien Theater in Niedersachsen – Videos sind am 08. Mai ab 18 Uhr auf laft.de abrufbar • Die Ensembles von Staatsoper und Schauspiel Hannover verlesen die Niedersächsischen Erklärung DER VIELEN – Video ist am 08. Mai ab 18:00 Uhr auf staatstheater-hannover.de abrufbar• Erklärung der VIELEN der Theaterwerkstatt Hannover – Video ist am 08. Mai ab 18:00 Uhr auf theaterwerkstatt-hannover.deabrufbar• theaterwerkstatt hannover & Theater fensterzurstadt streamen ihre Theaterproduktion "Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor" von Joke van Leeuwen am 9. Mai 2020, 15:00 Uhr auf fensterzurstadt.de, theaterwerkstatt-hannover.de oder über den Link mycircle.tv/30-895907-20• Das LOT-Theater und Markus&Markus Theaterkollektiv zeigen Videoelemente aus dem Stück „DIE BERUFUNG“: Die Akteur*innen sind Menschen, die sich aktiv für den Schutz der Demokratie einsetzen. Am 8. und 9. Mai auf Facebook und Instagram @lot_theater.• Erklärung der VIELEN mit dem Theater an der Glocksee in Hannover – Video ist am 08. Mai ab 18:00 Uhr auf theater-an-der-glocksee-.de abrufbar• Erklärung der VIELEN mit dem Jahrmarkttheater in Bostelwiebeck – Video ist am 08. Mai ab 18:00 Uhr auf jahrmarkttheater.de abrufbar• Erklärung der VIELEN mit dem Theaterhaus Hildesheim – Video ist ab 08. Mai ab 18:00 Uhr auf theaterhaus-hildesheim.de abrufbar.• Aktion der VIELEN der Wolfsburger Figurentheater Compagnie – Informationen sind auf wolfsburger-figurentheater.de abrufbar• Europa-Ode vom Heersum Acker – Video ist ab 08. Mai ab 18:00 Uhr auf forumheersum.de oder auf Youtube abrufbar• DIE VIELEN des Forum Heersum – Video ist ab 08. Mai ab 18:00 Uhr auf forumheersum.de oder auf Youtube abrufbar• Erklärung der VIELEN des Theater Osnabrück – Video ist am 08. Mai ab 18:00 Uhr auf theater-osnabrueck.de abrufbar• Aktionen der VIELEN des Unabhängigen FilmFest Osnabrück – Informationen sind auf filmfest-osnabrueck.de abrufbar• In der Innenstadt von Hannover, der Eilenriede, am Maschsee und im Georgengarten sind mit ihren goldenen Rikschas unterwegs: Spax & Manoli - Die Sonnenmaler mit Quatsch & Poesie mit dem Motto: Einfach mal im Weg rumstehen! – weitere Informationen sind auf tamtam-touren.de oder unter clown-welten.de abrufbar