ZUKUNFT – MIT/MUT – HALTUNG lautet das diesjährige Motto, des Forums Regionale Kulturförderung der Region Hannover. Der LaFT war auch in diesem Jahr mit im Vorbereitungsteam und...
Wir freuen uns sehr, dass unsere Mitglieder Fräulein Wunder AG, Theater Metronom und Fräulein Wunder AG beim diesjährigen "Hart am Wind"-Festival vertreten sind. Das Festival findet seit 2008 alle zwei Jahre in einem der norddeutschen Bundesländer statt und zeigt an fünf Tagen eine Auswahl der spannendsten Theaterinszenierungen für Kinder und Jugendliche. 2019 ist das Festival vom 5. bis 9. Juni in Kiel am Jungen Theater im Werftpark zu Gast. Das bunte Programm des Festivals richtet sich an alle Kieler*innen und ihre Kinder, die sich für junges Theater interessieren, die dabei zusehen, mitmachen und diskutieren möchten. Es gibt ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Nachgesprächen, Workshops, Partys und vielem mehr. Außerdem ist das Festival in den letzten Jahren zum Arbeits- und Vernetzungsort für die Kinder- und Jugendtheaterszene geworden, es finden Arbeitstreffen,Workshops und Diskussionen für Fachpublikum statt. Ausgewählt wurden die zehn gezeigten Inszenierungen von einem Komitee, bestehend aus: Henning Fangauf, bis 2018 stellvertretender Leiter des Kinder- und Jugendtheaterzentrums, Frankfurt am Main, Céline Bartholomaeus, Theatervermittlerin am Staatstheater Braunschweig und Karolin Wunderlich, Theaterpädagogin am Jungen Theater im Werftpark Kiel. Thema des Festivals 2019: »Vielfalt (er)leben« Jedes »Hart am Wind» Festival hat einen thematischen Schwerpunkt. 2019 geht es um Vielfalt: Vielfalt von Menschen und Figuren auf der Bühne, von Formen und Inhalten. Bildet das, was auf unseren Bühnen geschieht, bereits die Vielfalt in unserer Gesellschaft ab oder müssen wir stärker daran arbeiten, allen eine Stimme zu geben? Wie werden Frauen und Männer, Menschen mit Migrationshintergrund oder marginalisierte Gruppen heute auf der Bühne für ein junges Publikum dargestellt und was ist möglich? Wir wollen uns ansehen, welche Vielfalt an Geschichten und ästhetischen Spielformen es schon heute im Kinder- und Jugendtheater gibt, was für die Zukunft noch möglich sein sollte und was wir uns wünschen.
Ob laut ob leise, das Aktionsbündnis niedersächsischer Theaterschaffender (mit Beteiligung des LaFT) bleibt seinen Anliegen treu. So unterstützte das Bündnis am Montag, den 20. Mai 2019, die Wünsche der Niedersächsischen Theaterlandschaft durch seine Anwesenheit bei der Anhörung zum Entschließungsantrag »Vielfalt des kulturellen Lebens in Niedersachsen« im niedersächsischen Landtag. Der Raum, der für die Anhörung eingeplant war, musste dabei kurzfristig umdisponiert werden. Es sei lange nicht mehr soviel Besuch bei einer Anhörung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft zugegen gewesen, schmunzelte der Ausschussvorsitzende Matthias Möhle von der SPD. Nach erfolgreicher Protestaktion #rettedeintheater im vergangenen Oktober, haben Schauspieler*innen, Musiker*innen und Mitarbeiter*innen der niedersächsischen Theater und Orchester sowie der Freien Theater erneut die Reise in die Landeshauptstadt angetreten, zum einen um was Wir-Gefühl hochzuhalten, zum anderen um der Bedeutung seiner Anliegen weiterhin Ausdruck zu verleihen. Rund 50 Künstler*innen waren aus allen Ecken Niedersachsens angereist um an der Anhörung teilzunehmen. Die Aktion bildete den Abschluss der öffentlichen Petition zur besseren Finanzierung der Theater in Niedersachsen, die erfolgreich mit dem 20. Mai endete und mit knapp 6.000 Stimmen zur Anhörung durch den Petitionsausschuss des niedersächsischen Landtags berechtigt. Weitere Informationen zur Anhörung werden bekannt gegeben, sobald der Anhörungstermin feststeht. (Voraussichtlich nach den Sommerferien)
Wir freuen uns sehr, dass unser Mitglied, das boat people projekt aus Göttingen, mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet wird. Die Jury begründet ihre Auswahl u.a. so: "Die Vielfalt der Formate reicht von Musiktheater über Soloperformances bis hin zu Games. Mit großer Ernsthaftigkeit und lustvoller Leichtigkeit (er)findet das boat people projekt so einen Umgang mit zeitgenös-sischen Phänomenen wie auch mit traditionellen Stoffen und Motiven; ein Umgang, der dem komplexen 21. Jahrhundert gerecht wird – strukturell wie ästhetisch. Diese genuin transkulturelle Arbeit funktioniert in Göttingen durch eine Vielzahl von Verknüpfungen mit dem städtischen Umfeld, unter anderem auch mit einer eigenen Vermittlungsschiene. Ambivalenzen werden hier zugelassen und eingefordert, die demokratische Streitkultur schärft sich am Scharfsinn der Kunst, Diversität ist Normalität - auf, vor und hinter der Bühne." Der Preis, den die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien (BKM), Monika Grütters seit 2015 vergibt, richtet sich an kleine und mittlere Theater, welche mit ihrem kulturellen Angebot, mit Theaterproduktionen, Gastspielen und partizipativen Projekten, in die Stadtgesellschaft hineinwirken. Vor allem auf Häuser jenseits der Metropolen, abseits der Theaterzentren sollte der Blick gerichtet werden. Insgesamt erhalten in diesem Jahr elf Theater den mit jeweils 75.000 Euro dotierten Preis. Hier geht es zur Pressemitteilung zum Preis.