Unter dem Motto »Bauen, was wir brauchen. Freie Darstellende Künste für junges Publikum gestalten Zukunft«, schreiten die Planungen für den Relaunch von Spurensuche...
Wir unterstützen die freie Szene in Niedersachsen bei Fragen zur Existenzsicherung in der Corona-Krise. Hier geben wir einen laufend aktualisierten Überblick über die verschiedenen Hilfen für Solo-Selbstständige, Spielstätten, freie Gruppen u.v.m. Bei Fragen sind wir telefonisch erreichbar unter 0511 35 35 486 (von Bargen) oder 0511 35 34 963 (Jacob) oder via Mail: laft@laft.de!
Während zahlreiche Bundesländer eigene Programme aufgesetzt haben, um die krisengeschüttelte Kulturbranche zu unterstützen, greift in Niedersachsen nach wie vor ausschließlich das Bundesprogramm aus Wirtschaftshilfen und Sozialschutzpaket. Dieses Bundesprogramm geht jedoch an der Arbeitsrealität der soloselbstständigen Kunstschaffenden vorbei, wie 26 Bundes- und Landesverbände aus den Bereichen Musik und darstellende Künste in ihrem am 12. Mai 2020 veröffentlichten gemeinsamen Appell ausführlich darlegen. Die niedersächsischen Kulturverbände unterstützen daher jegliche Initiativen auf Landesebene, die Sonderfonds für soloselbstständige und freischaffende Kulturschaffende in Niedersachsen, z.B. nach den Vorbildern Baden-Württemberg, NRW, Hessen und vieler anderer Bundesländer, zum Ziel haben. Sie fordern, endlich auch in Niedersachsen Hilfen einzurichten, die sich in Form von Zuschüssen für Lebenshaltungskosten an den tatsächlichen Bedarf von Soloselbständigen aller Branchen anpassen und insbesondere die spezifischen Lebens- und Arbeitsrealitäten freier Künstler*innen berücksichtigen. Entscheidender Faktor ist dabei nicht, ob dieser Sonderfonds den Kontrollkorpus der "Grundsicherung" aufweicht und damit den ungebremsten Absturz auf das soziale Minimum verhindert oder ob er sich als mehrmonatiger Landeszuschuss an die Soforthilfe der NBank andockt. Entscheidender Faktor ist, dass mit einem solchen Sonderfonds für Kulturschaffende Einnahmeausfälle kompensiert, der individuelle Lebensunterhalt bestritten, einmalige Investitionen getätigt und damit die wirtschaftliche Eigenständigkeit der Zuschussempfänger*innen erhalten werden kann. Die niedersächsischen Kulturverbände fordern die Landesregierung auf, das Pingpong-Spiel der Zuständigkeiten zwischen Land und Bund zu beenden und die Zukunft einer vielfältigen Kunst- und Kulturlandschaft in Niedersachsen langfristig zu sichern! Modelle vieler Nachbarländer zeigen, wie durch enge Zusammenarbeit von Regierungen und Kulturverbänden passgenaue Fördermittel für Kulturprojekte bereitgestellt werden. Auch Niedersachsen benötigt die Förderung kreativer Ideen und Formate der Kulturszene, um den Fortbestand von Strukturen zu unterstützen und die Rückkehr der Kultur in den Alltag zu ermöglichen!
Vom 10. - 12. Juni 2020 findet das 7. Norddeutsche Kinder- und Jugendtheaterfestival HART AM WIND als digitale Corona-Edition statt. Anstelle der ursprünglich analog geplanten Veranstaltungen werden die von der Jury ausgewählten Produktionen in einem 10-minütigen Video vorgestellt. Das Rahmenprogramm widmet sich in digitalen Workshops, Diskussionen und Meetings dem Thema „Demokratie er*leben“.