Laufend aktualisierte Hilfen für die Freien Theater und Kulturschaffenden in Niedersachsen

Wir unterstützen die freie Szene in Niedersachsen bei Fragen zur Existenzsicherung in der Corona-Krise. Hier geben wir einen täglich aktualisierten Überblick über die verschiedenen Hilfen für Solo-Selbstständige, Spielstätten, freie Gruppen u.v.m. Bei Fragen sind wir telefonisch erreichbar unter 0511 35 35 486 (von Bargen) oder 0511 35 34 963 (Jacob) oder via Mail: laft@laft.de!

 

Beschlossene Maßnahmen des Landes Niedersachsen:

  • NACHFOLGEPROGRAMM WIRD ERWARTET UND IN KÜRZE BEKANNT GEGEBEN: Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes für Soloselbstständige oder Angehörige der freien Berufe oder kleine Unternehmen (mit bis zu 49 Beschäftigten):
    • Die Antragstellerinnen oder Antragssteller müssen versichern, dass sie durch die Covid-19-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, die ihre Existenz bedrohen, weil die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen (Liquiditätsengpass).
    • Die Abdeckung der Lebenshaltungskosten ist kein Bestandteil der Förderung.
    Informationen und Anträge
  • Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen und Kulturvereine des Landes Niedersachsen: Um den Bestand von Kultureinrichtungen in Niedersachsen zu sichern, gewährt das Land Niedersachsen gemeinnützigen Kultureinrichtungen und Kulturvereinen, die in Folge der Covid-19-Pandemie in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage und/oder in Liquiditätsengpässe geraten sind, finanzielle Unterstützungsleistungen (Billigkeitsleistungen).
    • Antragsberechtigt sind Einrichtungen und Vereine mit Sitz in Niedersachsen, die überwiegend Zwecke der Förderung von Kunst und Kultur verfolgen, ein regelmäßiges Kulturangebot vorhalten und in Folge der Covid-19-Pandemie in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage und/oder in Liquiditätsengpässe geraten sind. Antragsberechtigt sind gemeinnützige rechtsfähige juristische Personen des privaten Rechts (z. B. e.V., gGmbH, Stiftungen), sofern sie nicht wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen tätig sind. Richtlinien und Anträge
  • Hotline der Niedersächsischen Landesregierung von 8 bis 22 Uhr: 0511 120 6000
  • Informationen zum Kurzarbeitergeld, Gesundheitsschutz u.v.m. sowie Ansprechpartner*innen und Unterstützungsmöglichkeiten über das Land Niedersachsen: Informationen
  • Antworten auf häufig gestellte steuerliche Fragen in Zusammenhang mit dem Corona-Virus: Informationen

Aktuelle Verordnung, die infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus in Niedersachsen regelt:

Maßnahmen der Bundesregierung (Quelle: www.medien-kunst-industrie.verdi.de):

  • Grundsicherung (Hartz IV) - zu beziehen über die vor Ort zuständigen Jobcenter
    Bei Anträgen von Künstlern und Solo-Selbstständige soll die Vermögensprüfung und die Prüfung der Höhe der Wohnungsmiete für ein halbes Jahr ausgesetzt werden. Die »Grundsicherung« beträgt 432 Euro zuzüglich Mietkosten.
      
  • Mietschulden
    Kündigungen von Mietverträgen werden verboten, wenn Einkommensausfälle dazu führen, die Miete nicht mehr zahlen zu können. Das gilt für Mietschulden zwischen 1. April und 30. Juni 2020. Eine Begründung solle nicht nötig sein, ein Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie wird vermutet. Die Verpflichtung zur Mietzahlung (-nachzahlung) soll dabei bestehen bleiben.
      
  • Kinderzuschlag
    Ein leichterer Zugang soll geschaffen werden: Geprüft wird nur das Einkommen des letzten Monats, nicht das der letzten sechs Monate. Das soll vom 1. April bis 30. September 2020 gelten. Ob Anspruch besteht, soll online überprüfbar sein, ebenso die Antragstellung.

  • Kinderbetreuung
    Familien, die wegen geschlossener Kindergärten und Schulen nicht arbeiten können, sollen im Zuge der Änderung des Infektionsschutzgesetzes entschädigt werden.

Maßnahmen der Beauftragten der Bundesregieung für Kultur und Medien:

  • Programm NEUSTART KULTUR: Die Bundesregierung unterstützt mit einem umfangreichen Rettungs- und Zukunftsprogramm den Neubeginn des kulturellen Lebens in Deutschland. Für das Programm NEUSTART KULTUR steht rund eine Milliarde Euro zur Verfügung. Ziel der Maßnahmen ist es, das durch die Corona-Pandemie lahmgelegte kulturelle Leben wieder anzukurbeln und dadurch Arbeitsmöglichkeiten für Künstlerinnen, Künstler und andere Kreative zu schaffen. Weitere Informationen
  • Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) richtet mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Ländliche Entwicklung“ (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) das Projekt LAND INTAKT - Soforthilfeprogramm Kulturzentren der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. ein. Es richtet sich an Soziokulturelle Zentren, Kulturhäuser sowie Kultur- und Bürgerzentren in ländlichen Räumen mit bis zu 20.000 Einwohnern. Diese Einrichtungen können ab sofort Mittel beantragen, um Modernisierungsmaßnahmen und programmbegleitende Investitionen durchzuführen. Zur Ausschreibung

Corona-Hilfen der Landeshauptstadt Hannover:

  • SEIT 6.4.2020 AUSGESCHÖPFT: Soforthilfe der Landeshauptstadt Hannover: Online-Anträge bis spätestens 30. April 2020 nach dem "Windhundprinzip": Ein einmaliger Zuschuss wird ausschließlich Unternehmen und Freiberufler*innen mit Sitz in Hannover und bis zu 250 Mitarbeitenden gewährt, die unmittelbar infolge der Corona-Pandemie (das heißt nach dem 9. März 2020) in eine existenzgefährdende, wirtschaftliche Schieflage beziehungsweise in massive Liquiditätsengpässe geraten sind und die diese Notlage nicht mit Hilfe sonstiger Eigen- oder Fremdmittel, insbesondere bisher nicht durch bereits erhaltene oder bewilligte Zuschüsse, Förderungen oder sonstige Hilfen des Landes Niedersachsen oder der Bundesrepublik Deutschland, ausgleichen können. Zum Förderantrag
  • Hilfsprogramm der Region Hannover für Kunst und Kultur ab 17. Juni 2020 zu beantragen : Sommer-Programme und Kooperationen sollen mit 150.000 Euro unterstützt werden: Ein Bühnenprogramm im Theaterhof, eigene kleine Kulturprogramme, die Unterstützung der Kultursommer-Beteiligten oder ein Streaming von Live-Konzerten – das sind die Pfeiler des kulturellen Hilfsprogramms der Region. Unterstützt werden damit zahlreiche, durch die Corona-Krise existenziell gefährdete, soloselbständige Künstlerinnen und Künstler sowie kleine Kulturveranstalter. Informationen hier
  • Mit dem hannoverschen Stabilitätspaket hat die Landeshauptstadt ein Kulturpaket beschlossen, mit dem eine Struktursicherung von Kultureinrichtungensichergestellt und die Durchführung von Kulturangeboten in Corona-Zeiten unterstützt werden soll. Für diese Stabilisierungsmaßnahmen steht ein Budget in Höhe von ca. 650.000 Euro zur Verfügung. Die Maßnahmen ergänzen die Sofortprogramme von Land und Bund mit dem Ziel, die Akteur*innen des kulturellen Lebens in Hannover bei der Bewältigung aktueller Umsatz- und Einnahmeeinbußen zu unterstützen und eine neustartfähige Infrastruktur zu erhalten. Das Kulturpaket umfasst zwei Bereiche:
    1.) Zuwendungen für Kultureinrichtungen zur Unterstützung der Struktursicherung sowie
    2.) Förderungen für Individualkulturschaffende zur Durchführung von Kulturangeboten (Projekt- und Konzeptionsförderung)
    Antragsstellung für beide Förderbereiche und Informationen zur Antragsstellung
    Antragsfrist ist der 22.6.2020. Es gilt NICHT das "Windhundprinzip".

Soforthilfe der Stadt Braunschweig:

  • Neben Unternehmen und kulturellen Einrichtungen sollen auch Kulturschaffende unterstützt werden, denen zum Beispiel durch coronabedingt abgesagte Engagements Einnahmen wegbrechen. Sie könnten bis zu 5.000 Euro erhalten, für Musikgruppen und künstlerische Ensembles soll die Förder-Obergrenze bei 6.000 Euro liegen. Diese fehlenden Einnahmen sind in den Bundes- und Landes-Rettungsschirmen in der Regel nicht förderfähig. Darüber hinaus sollen Kulturschaffende für bereits angefallene Kosten für Projekte, die nun nicht mehr oder nur verändert durchgeführt werden können, Kompensationen von bis zu 1.000 Euro erhalten. Zum Förderantrag

Soforthilfe der Stadt Wolfsburg:

  • Die „Soforthilfe Wirtschaft“ gilt für Wolfsburger Kleinstunternehmen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe. Diesen Zuwendungsempfängern soll Hilfe zur Überbrückung eines Liquiditätsengpasses, der durch die Corona-Pandemie verursacht wurde, geleistet werden. Ziel ist die Vermeidung von Insolvenzen und Entlassungen sowie die Bestandssicherung von kleinen Unternehmen, Soloselbständigen sowie Angehörigen der Freien Berufe. Es soll eine schnelle, unbürokratische und sofort wirkende Unterstützung erreicht werden. Zum Förderantrag

Unterstützung der freien Szene in Hildesheim:

  • Die Bürgerstiftung Hildesheim richtet in diesem Jahr einen Theaterfonds für die freie Theaterszene Hildesheims ein, um Künstler*innen in finanzieller Not zu unterstützen. Informationen und Antrag
  • Kulturhilfsfonds der Stadt Hildesheim, ein Sonderfonds zur Projektförderung. Mithilfe der Förderung sollen künstlerische Formate bzw. Formate zur Vermittlung künstlerischer Inhalte entwickelt werden, die auf eine schnelle Wiederaufnahme der Arbeit abzielen. Der Kulturhilfsfonds ist mit einem Gesamtvolumen i.H.v. 100.000 Euro ausgestattet. Pro Projektantrag können bis zu 10.000 Euro beantragt werden. Förderfähig sind Personal- und Sachkosten sowie Honorare, die für die Durchführung des Projekts erforderlich sind. Investitionen sind nicht förderfähig. Bereits begonnene Projekte sind förderfähig, sofern sie nach Februar 2020 begonnen wurden. Antragsberechtigt sind: Professionell und hauptberuflich arbeitende, freischaffende Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffende (Solo-Selbständige) der Sparten Theater, Tanz, Soziokultur und Musik mit Wohnsitz und wesentlichem Arbeitsschwerpunkt in der Stadt Hildesheim. Professionell arbeitende Kultureinrichtungen, -vereine und -gruppierungen sowie Einrichtungen und Vereine der kulturellen Bildung mit Sitz in Hildesheim. Informationen und Antrag

Soforthilfe für Künstler*innen in Göttingen:

  • Soloselbstständige Künstler*innen und kleine Kultureinrichtungen aus Göttingen, die durch die Corona-Pandemie in Not geraten sind, können ab sofort beim Verein KUNST Projektanträge stellen. Informationen und Antrag

KSK, Verwertungsgesellschaften: 

  • GEMA: 40 Millionen Euro starkes Nothilfe-Programm für Mitglieder, für Kunden gelten Kulanzregelungen
    Information
  • Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort): Sozialfonds für in Not geratene Wortautoren, Verleger und ihre Hinterbliebenen
    Information | Richtlinie (pdf-Datei, 109 KB)

  • Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst (VG Bild-Kunst): Stiftung Sozialwerk: Einmalige oder befristete Hilfen als Überbrückungszahlungen zur Aufrechterhaltung bestehender Verpflichtungen bei Eintritt einer unerwarteten Notsituation
    Information
      
  • Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL): individuelle und kulturpolitische Zuwendungen
    Informationen
    einmalige Hilfe in Höhe von 250 Euro im Rahmen der sozialen Zuwendungen
    Information
     
      
  • Künstlersozialkasse (KSK): Bei akuten Problemen kann individuelle Zahlungserleichterung gewährt werden. Wenn abzusehen ist, dass die abgabepflichtigen Entgeltzahlungen im laufenden Jahr durch die Auswirkungen des Corona-Virus erheblich geringer ausfallen als im Vorjahr, können die monatlichen Vorauszahlungen auf Antrag herabgesetzt werden. Dazu kann der auf der Homepage der Künstlersozialkasse hinterlegte Antrag genutzt oder ein formloses Schreiben eingereicht werden.

Solidaritätsfonds:

  • Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger: Hilfstopf für freie Mitarbeiter*innen deutscher Bühnen - 500 Euro pro Person für die Existenzsicherung, nach Prüfung: Information
  • Deutsche Orchestervereinigung: Notfallsoforthilfe für freischaffende Musiker*innen: Informationen
      
  • #handforahand für freie Bühnen- und Tontechniker*innen, Beleuchter*innen, Stage Hands und Veranstaltungshelfer*innen
  • ensemble-netzwerk, Allianz der freien darstellenden Künste uvm.: 500 Euro Soforthilfe für Theaterschaffende: Aktion

Entschädigung bei Verdienstaufall durch Quarantäne:

  • Wer aufgrund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann nach § 56 des Infektionsschutzgesetz (IfSG) eine Entschädigung erhalten. Selbstständige und Freiberufler wenden sich in diesem Falle direkt an das für sie zuständige Gesundheitsamt.

Stiftung Niedersachsen, Fonds Darstellende Künste u.a.:

  • Die Förderzusage der Stiftung Niedersachsen wird bei Ausfall einer Veranstaltung grundsätzlich aufrechterhalten. Bitte informieren Sie die Stiftung Niedersachsen rechtzeitig über Veränderungen in Ihren von der Stiftung geförderten Projekten: Link
  • !!! VORHABEN ZUR FÖRDERUNG AUSGEWÄHLT!! Ausschreibung eines Sonderprogramms zur sofortigen Förderung von in den letzten 10 Jahren vom Fonds Darstellende Künste geförderten Künstler*innen mit Honorarausfällen aufgrund der Covid-19 Pandemie unter vereinfachten Bedingungen: Information 
  • Ab sofort bis zum 2.5.2020: Ausschreibung eines Ad-hoc-Programms des Fonds Soziokultur: „Inter-Aktion“ will insbesondere Orte der Kultur- und Medienarbeit, soziokulturelle Zentren, Jugendkunstschulen und Einrichtungen der Kulturellen Bildung in freier Trägerschaft ansprechen, die Konzepte und Prototypen von kulturellen Angeboten in "kontaktfreien" Zeiten entwickeln und testen möchten. Zur Ausschreibung
  • Die VGH-Stiftung hat einen Sonderfonds für ein Soforthilfeprogramm zur Unterstützung freiberuflich bzw. selbstständig tätiger Kulturschaffender in Niedersachsen und Bremen aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie aufgelegt. Die Unterstützung (Einmalzahlung von 2000€) richtet sich an Kulturschaffende, deren Erstwohnsitz in Niedersachsen oder Bremen ist und deren Arbeit inhaltlich einem der in der Förderkonzeption der VGH-Stiftung definierten Förderbereiche – Bildende Kunst (Kunstvermittlung), Museumspädagogik, Literatur, Wissenschaft, Denkmalpflege (insbesondere Gartendenkmale und bewegliches Kulturgut) oder Mildtätigkeit – zuzuordnen ist. Zum Förderantrag
  • Mit Reload. Stipendien für Freie Gruppen will die Kulturstiftung des Bundes frei produzierenden Künstlergruppen der darstellenden Künste und der Musik ermöglichen, sich konstruktiv mit den Auswirkungen der Coronakrise auf die eigene Kunstpraxis zu beschäftigen. Dafür stellt sie 130 Stipendien in Höhe von jeweils 25.000 Euro pro Gruppe bereit. Einsendeschluss ist der 25.05.2020. Informationen und Förderantrag

Rechtliche Hilfestellungen für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft in der Corona-Krise:

  • Online-Talk am 31. März 2020 von Kreativ Kultur Berlin / Kulturprojekte Berlin: Was ist rechtlich zu beachten für Akteure aus Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft in der Corona-Krise? Link
  • Kostenlose Rechtsberatung durch die HÄRTING HELPLINE: Kultur, Gastronomie, Clubs, Events, Sport. Ab sofort bieten wir kostenlose telefonische Erstberatung für Unternehmen, Freelancer und Einrichtungen an, die von Schließungen, Absagen und Ausfällen betroffen sind. Link

Informationen und praktische Hinweise zu Corona-SARS-CoV-2 in unterschiedlichen Sprachen:

 


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