Noch bis zum 01.03.2021 können sich professionelle Künstler:innen-Gruppen aus dem Bereich der Darstellenden Künste für ein Stipendium im Jahr 2022 bewerben. Das...
Um für dringend notwendige Perspektiven und den Erhalt des kulturellen Lichternetzes in Niedersachsen auch in dieser schwierigen Zeit immer wieder gemeinsam sichtbar zu werden, setzten die Kooperative Freies Theater Hannover (FTH) und die Geschäftsführung des LaFT am vergangenen Montag, den 30.11.2020, mit den Mitarbeiter*innen des Staatstheaters Hannover ein wichtiges Zeichen. Unter dem Motto „Echt schon (sch)lange…“ bildeten sie, rot gekleidet und auf Abstand, zwischen dem Ballhof und der Oper in Hannover eine Menschenkette. Spontan ein Zeichen setzen: Der Deutsche Bühnenverein hatte zu dem „Aktionstag der Theater und Orchester“ aufgerufen. Zahlreiche Theater im Land beteiligen sich mit unterschiedlichsten Beiträgen. „Wir sind da – trotz des Lockdowns!“, lautete der Leitspruch. Artikel aus der HAZ
Interessensvertretung ist ein hohes Gut der politischen Mitbestimmung. Wie wertvoll sie ist, wurde unlängst im Zuge der Corona-Pandemie deutlich.Deutlich wurde leider auch, dass auf Seiten der Kulturschaffenden oftmals große Unkenntnis darüber herrscht, wo und wie die eigenen Interessen Widerhall finden.   In diesem Workshop zeigt Elke Flake Möglichkeiten auf, auf kulturpolitischer Ebene aktiv zu werden. Sie nennt Ansprechpartner:innen, Strategien und Hintergründe für Kulturschaffende, um ihre Interessen erfolgreich in der Kommune durchzusetzen.Bestehende Fragen können vorab eingereicht oder aber in der sich dem Workshop anschließenden Fragerunde gestellt werden. Dr. Elke Flake baute Anfang der 80er Jahre das Kultur- und Kommunikationszentrum Brunsviga in Braunschweig mit auf und war hier bis 2019 geschäftsführend im Bereich Verwaltung und Finanzen tätig. Sie war seit 1991 zusätzlich als Regionalberaterin des Landesverbandes Soziokultur Niedersachsen als Kulturberaterin tätig und hatte mit allen Bereichen des freien Kulturbereiches zu tun. Seit Anfang 2019 ist sie freischaffend als Beraterin aktiv.  Anmeldung bis zum 25. November 2020 unter KupoGe - Landesgruppe Niedersachsen: niedersachsen@kupoge-regional.de. Wir versenden zeitnah den entsprechenden Link.
Der mit insgesamt 18.000 Euro dotierte „Innovationspreis Soziokultur“ des Fonds Soziokultur geht in diesem Jahr an gleich drei herausragende Projekte, die sich dem Thema „Heimat“ widmeten. Aus insgesamt elf nominierten Projekten aus ganz Deutschland hat die Jury Ende August 2020 in Hannover nun ausgewählt. Die Preisträger: Heimat als Gegenwart „Kabul – Homeland and Hell“ des Freien Theaters „Das letzte Kleinod“ aus Geestenseth in Niedersachsen erhält den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis. Deutsche Soldaten und afghanische Geflüchtete aus dem Kreis Cuxhaven berichteten für das Theaterprojekt von ihren persönlichen Erfahrungen in dem vom Krieg erschütterten Afghanistan. Gemeinsam mit Laien und professionellen Schauspielen aus Deutschland und aus Afghanistan entstand aus den Geschichten ein Theatertext, der beider Perspektiven auf die Bühne gebracht hat. Das Projekt ist eine äußerst mutige Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff, der neben Annäherung ebenso Gewalt, Angst und Abstand meinen kann. Der zweite Preis und damit 5.000 Euro werden an das Projekt „Idealstadt“ der Gruppe „Ruhrorter“ aus Mülheim an der Ruhr verliehen. Heimat geschieht durch die Erzählung eines guten Zusammenlebens aus Sicht von Stadtbewohner*innen. „Idealstadt“ ist Interview- und Utopieprojekt und mündete in Radio-Inszenierungen in einem leerstehenden Wohnblock sowie in Privatwohnungen. Zur „idealen Stadt“ als respektvolles Zusammenleben äußern sich Anwohner* innen, eine Soziologin, Ladenbesitzer*innen oder der Stadtplaner Mülheims. „Idealstadt“ bringt „Heimat“ als gelebte Gegenwart sehr vielstimmig und feinsinnig auf den Punkt. Der mit 3.000 Euro dotierte dritte Preis geht an den Verein „Ideenwerkstatt Dorfzukunft“ für das Projekt „Inspirationsdörfer“. Bad Münder und Flegessen, Hasperde und Klein Süntel – hier entstehen reale Utopien mit Bewohner*innen zur Zukunftsfähigkeit ihrer Dörfer. Sie reichen von S-Bahn-Anschluss bis Solar-Energie, Kunstangebot und Repair-Café. Mit „Inspirationsdörfer“ gelang dem „Ideenwerkstatt Dorfzukunft e.V.“ Nachhaltigkeit, Kultur und Alltagspraxis zu verbinden und viele Ideen bereits umzusetzen. Das Projekt zeigt das große Potenzial der Expert*innen des Alltags und ermöglicht den Transfer in andere Regionen. Die Preisverleihung wird am 3. Dezember 2020 beim Hauptpreisträger „Das letzte Kleinod“ in Geestenseth stattfinden.