Um für dringend notwendige Perspektiven und den Erhalt des kulturellen Lichternetzes in Niedersachsen auch in dieser schwierigen Zeit immer wieder gemeinsam sichtbar zu werden,...
Interessensvertretung ist ein hohes Gut der politischen Mitbestimmung. Wie wertvoll sie ist, wurde unlängst im Zuge der Corona-Pandemie deutlich.Deutlich wurde leider auch, dass auf Seiten der Kulturschaffenden oftmals große Unkenntnis darüber herrscht, wo und wie die eigenen Interessen Widerhall finden.   In diesem Workshop zeigt Elke Flake Möglichkeiten auf, auf kulturpolitischer Ebene aktiv zu werden. Sie nennt Ansprechpartner:innen, Strategien und Hintergründe für Kulturschaffende, um ihre Interessen erfolgreich in der Kommune durchzusetzen.Bestehende Fragen können vorab eingereicht oder aber in der sich dem Workshop anschließenden Fragerunde gestellt werden. Dr. Elke Flake baute Anfang der 80er Jahre das Kultur- und Kommunikationszentrum Brunsviga in Braunschweig mit auf und war hier bis 2019 geschäftsführend im Bereich Verwaltung und Finanzen tätig. Sie war seit 1991 zusätzlich als Regionalberaterin des Landesverbandes Soziokultur Niedersachsen als Kulturberaterin tätig und hatte mit allen Bereichen des freien Kulturbereiches zu tun. Seit Anfang 2019 ist sie freischaffend als Beraterin aktiv.  Anmeldung bis zum 25. November 2020 unter KupoGe - Landesgruppe Niedersachsen: niedersachsen@kupoge-regional.de. Wir versenden zeitnah den entsprechenden Link.
Der mit insgesamt 18.000 Euro dotierte „Innovationspreis Soziokultur“ des Fonds Soziokultur geht in diesem Jahr an gleich drei herausragende Projekte, die sich dem Thema „Heimat“ widmeten. Aus insgesamt elf nominierten Projekten aus ganz Deutschland hat die Jury Ende August 2020 in Hannover nun ausgewählt. Die Preisträger: Heimat als Gegenwart „Kabul – Homeland and Hell“ des Freien Theaters „Das letzte Kleinod“ aus Geestenseth in Niedersachsen erhält den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis. Deutsche Soldaten und afghanische Geflüchtete aus dem Kreis Cuxhaven berichteten für das Theaterprojekt von ihren persönlichen Erfahrungen in dem vom Krieg erschütterten Afghanistan. Gemeinsam mit Laien und professionellen Schauspielen aus Deutschland und aus Afghanistan entstand aus den Geschichten ein Theatertext, der beider Perspektiven auf die Bühne gebracht hat. Das Projekt ist eine äußerst mutige Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff, der neben Annäherung ebenso Gewalt, Angst und Abstand meinen kann. Der zweite Preis und damit 5.000 Euro werden an das Projekt „Idealstadt“ der Gruppe „Ruhrorter“ aus Mülheim an der Ruhr verliehen. Heimat geschieht durch die Erzählung eines guten Zusammenlebens aus Sicht von Stadtbewohner*innen. „Idealstadt“ ist Interview- und Utopieprojekt und mündete in Radio-Inszenierungen in einem leerstehenden Wohnblock sowie in Privatwohnungen. Zur „idealen Stadt“ als respektvolles Zusammenleben äußern sich Anwohner* innen, eine Soziologin, Ladenbesitzer*innen oder der Stadtplaner Mülheims. „Idealstadt“ bringt „Heimat“ als gelebte Gegenwart sehr vielstimmig und feinsinnig auf den Punkt. Der mit 3.000 Euro dotierte dritte Preis geht an den Verein „Ideenwerkstatt Dorfzukunft“ für das Projekt „Inspirationsdörfer“. Bad Münder und Flegessen, Hasperde und Klein Süntel – hier entstehen reale Utopien mit Bewohner*innen zur Zukunftsfähigkeit ihrer Dörfer. Sie reichen von S-Bahn-Anschluss bis Solar-Energie, Kunstangebot und Repair-Café. Mit „Inspirationsdörfer“ gelang dem „Ideenwerkstatt Dorfzukunft e.V.“ Nachhaltigkeit, Kultur und Alltagspraxis zu verbinden und viele Ideen bereits umzusetzen. Das Projekt zeigt das große Potenzial der Expert*innen des Alltags und ermöglicht den Transfer in andere Regionen. Die Preisverleihung wird am 3. Dezember 2020 beim Hauptpreisträger „Das letzte Kleinod“ in Geestenseth stattfinden.
Der Landesverband Freier Theater in Niedersachsen hat sich gefreut, dass die Preisverleihung des Festivals Best OFF als nicht nur in der aktuellen Lage bedeutsame Unterstützung, Honorierung und Sichtbarmachung Freier Theater auch in diesem besonderen Jahr unter diesen besonderen Umständen stattgefunden hat. Als Kooperationspartner von Beginn an sagen wir: Herzlichen Dank für die Einladung und Ausrichtung! Und Herzlichen Glückwunsch! Auch ohne Festival hat die Jury des Best OFF – Festival Freier Theater der Stiftung Niedersachsen am 28. September die Produktion Hannah und der Punk  
oder Wie geht Freiheit? des Theater an der Glocksee mit dem Festivalpreis, einer Carte Blanche, ausgezeichnet. Die Produktionsförderung in Höhe von 30.000 EUR soll zur Umsetzung eines Stückes genutzt werden, dessen Uraufführung das nächste Festival 2022 eröffnen wird. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Herbstausgabe der KunstFestSpiele Herrenhausen statt. Das eigentliche Best OFF – Festival Freier Theater musste im April abgesagt werden. „Uns war es wichtig, diese Auszeichnung auch ohne Festival zu vergeben. Die eingesetzte Auswahljury hat alle Produktionen im Vorfeld gesehen und war so in der Lage, den Preis zu vergeben", so die Festivalleiterin Daniela Koß.