Modell-Projekt „NEUE SPIELRÄUME“ wieder unterwegs – Ein Bundesförderprogramm ermöglicht hochwertiges Kindertheater in ländlichen Grundschulen

Foto: Klaus Leuschner/Tandera Theater

In den belastenden Monaten des Lockdowns, des Fern- und Wechselunterrichts sind besonders die Kinder zu kurz gekommen – nicht zuletzt, was die kulturelle Bildung betrifft! Da kommt das Pilotprojekt aus dem BuLE (Bundesprogramm Ländliche Entwicklung) gerade recht mit seinem Angebot „Theater für Landgrundschulen“: Initiiert vom Landesverband der Freien Theater Niedersachsens, ermöglicht dieses Modellvorhaben seit 1,5 Jahren Theaterereignisse vor Ort in ländlichen Grundschulen, die kein professionelles Theater vor der Haustür haben oder zu klein sind, um sich ein tolles Gastspiel einfach mal so zu leisten.

Und so ist ein Programm entstanden, das gerade in Zeiten des „social distancing“ in die Bresche springt und den Grundschulen Kunst und Kultur frei Haus anbieten kann: in der Sporthalle, der Aula, im Gemeindesaal, dem Foyer – oder derzeit auch unter freiem Himmel! Vom Klassiker „Oh wie schön ist Panama“, über das virtuose Solostück „Achtung, Till!“ frei nach Eulenspiegel, bis zum märchenhaften Experimental-Musical „Die Sumpfstreunerin“; von anspruchsvollen Figurentheaterstücken zu Themen wie Freundschaft, Verantwortung, Mut und Abenteuer, Selbstbewusstsein, Biodiversität, Vergänglichkeit und Phantasie … bis zum faszinierenden Theaterstück für die Ohren namens „Die Lauscher“: Die Programmbroschüre der NEUEN SPIELRÄUME umfasst eine vielfältige Palette von 15 bestens gelungenen Inszenierungen für das Grundschulalter. Die Auswahl wurde von einer Fachjury (u.a. Matthias Grön, Leiter der Jugendsparte am Staatstheater Oldenburg, und Anja Ihmig, die kürzlich mit dem „Jahrmarkttheater“ aus Bostelwiebeck (LK Uelzen) von Monika Grütters mit dem Theaterpreis des Bundes 2021 ausgezeichnet wurde) getroffen, die an die 60 Bewerbungen von professionellen Kindertheatern gesichtet hat.

Denn nicht nur inhaltlich, auch pädagogisch, szenisch und ästhetisch sollten alle Produktionen, die im Förderprogramm vertreten sind, einen hohen Maßstab erfüllen, um den Schülerinnen Zugang zu zeitgenössischen Theaterformaten und ein erfüllendes kulturelles Erlebnis zu ermöglichen. Dazu gehören auch die „Module“, die das Theaterereignis abrunden und dazu gebucht werden können, damit das junge Publikum gemeinsam mit den Schauspielerinnen auch selber aktiv werden kann. Die Programmleitung, der die individuellen Bedarfe der Schulen besonders am Herzen liegt, steht beratend zur Seite und kann sowohl die Schulleitungen als auch die beteiligten TheaterKompanien vom organisatorischen Aufwand entlasten, indem sie die Gastspiele koordiniert.

So auch in Rosche (LK Uelzen), wo am 13. Juli in der Sporthalle die Produktion „Hund.Katz.Rabatz“ vom Klecks-Theater aus Hannover stattfindet – ein kultureller Lichtblick nach der langen kulturellen Zwangspause!

T. Franke, Uelzener Presse vom 7. Juli 2021

Quelle: Uelzener Presse - herzlichen Dank!


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