#rettedeintheater – Demo am 10.11.2021 von 11-14 Uhr

Foto: Theater fensterzurstadt

Am Mittwoch, den 10.11.2021, findet zwischen 11 und 14 Uhr die Demonstration der Aktionsgruppe #rettedeintheater in Hannover vor dem Niedersächsischen Landtag statt. Auch die Freien Theater - hier beispielsweise das Theater fensterzurstadt (siehe Foto) - sind dabei, um dem Protest gegen die Kürzungspläne der Landesregierung ein Gesicht zu geben, sich allen Kolleg*innen der Freien, städtischen und staatlichen Theater in Niedersachsen anzuschließen und zu zeigen, wie vielfältig die zu rettende Theaterszene ist: In den vergangenen Wochen und Monaten hat #rettedeintheater Zuschauer*innen, Fans, Theaterschaffende, Kulturfreaks und Kulturliebende dazu aufgerufen: Macht mit und postet Euer Foto mit  #rettedeintheater und beteiligt Euch an der landesweiten Aktion der niedersächsischen Theater! Mehr Infos dazu hier.

Aus ganz Deutschland fahren Theaterbeschäftigte und Freie Theater am 10. November 11-14 Uhr zur Demonstration unter dem Titel #rettedeintheater nach Hannover, um gegen Einsparungsabsichten des Landes Niedersachsen bei den Theatern zu protestieren. In der Pressemitteilung der Aktionsgruppe heißt es: 

"Kürzungen nach dem pandemiebedingten Lockdown sind unverantwortlich. Die Einschränkungen wegen Corona und der deswegen erforderliche Mehraufwand erfordern eher mehr finanzielle Unterstützung des Landes.

Milliarden von Euro wurden zur Verfügung gestellt, um die Institutionen vor dem wirtschaftlichen Kollaps zu bewahren. Die Absicht von Niedersachsen, die Tariferhöhungen für ihre Theater nicht ausgleichen zu wollen, führt zwangsläufig zu Personal- und Angebotsabbau. Und auch die Freien Theater brauchen zur Stabilisierung ihrer kulturellen Arbeit in der Fläche die Spielstättenförderung Freier Theater über das Jahr 2021 hinaus.
Einsparungen bei den Theaterbetrieben tragen zur Sanierung des Landeshaushaltes keineswegs bei, bringen die Theater, die ohnehin auf dem Zahnfleisch gehen, in eine gefährliche Schieflage.

Viele Theatermitarbeitende arbeiten längst in prekären Arbeitsverhältnissen. Mindestgagen von 2000€ bei befristeten Verträgen, geteilten Diensten, 44-Stunden Wochen und Wochenenddiensten, trotz abgeschlossenem Hochschulstudium - und freischaffende Künstler:innen, die gegen Miete statt Gage arbeiten – diese Arbeitsbedingungen sind untragbar. Die Bemühungen hin zu besseren Arbeitsbedingungen werden durch den aktuellen Haushaltsplanentwurf 2022/23 politisch massiv geschwächt.

Die Theaterschaffenden fordern: leere Versprechungen reichen nicht! Die Politik muss endlich begreifen, dass zukunftsfähige Kultur einer auskömmlichen Finanzierung bedarf, statt eines immer wiederkehrenden Kampfes, um über die politische Liste einen kleinen Obulus zu erhaschen. Dass Niedersachsen auf dem drittletzten Platz in den Pro-Kopf Ausgaben für Kultur im Ländervergleich liegt, ist ein Armutszeugnis.

Das Publikum der Theater demonstriert gemeinsam mit den Kulturschaffenden. Gerade jetzt ist ein vielfältiges Kulturangebot wichtiger denn je."

Organisiert und initiiert wird der Protest von den Arbeitnehmer:innen, vertreten in den Theatergewerkschaften DOV, VDO, GDBA und Ver.di.
Es werden Demonstrationsteilnehmer:innen in vierstelliger Anzahl erwartet.

Zur Petition #rettedeintheater 2021

Weitere Informationen zur Aktion #rettedeintheater 2021 über die Homepage des Staatstheaters Hannover


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