Von Sprungbrettern und Überfliegern


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Fräulein Wunder AG

Ein Kollektiv der anderen Art besteht aus vier Frauen und einem Mann und nennt sich Fräulein Wunder AG. Dieser Name ist seit 2005 das Label einer ›Arbeitsgemeinschaft für Visionen und Utopien‹. Allen Mitgliedern ist ihre Hildesheimer Prägung gemein, mittlerweile sind sie jedoch in Hannover beheimatet. Interdisziplinarität ist oberstes Gebot und so liegt ihr Anspruch in der Verbindung von persönlicher Positionierung zu gesellschaftlich-ästhetisch relevanten Themen, dem Potenzial kollektiver Kreativität und der Aufgabe, das Erarbeitete angemessen für die Zuschauenden zu vermitteln. Der Zweck heiligt die Mittel und alle erdenklichen Formen und Arbeitsweisen werden getestet und verwendet. Für die Fräulein Wunder AG ist die Theatertradition Fundgrube und Schatzkiste, aber, so sagen sie: Ihr Theater muss – frei von allem historischen Ballast – ein Medium der Zeit sein und das kann es nur nah am Menschen, nah an der Gesellschaft! Die ›sich abschottende Festung Kunst‹, welche sich einem Publikum verweigert, weil es den Blick in die Welt nicht wagt, ist der Fräulein Wunder AG fremd. Ihre Arbeiten sind von München bis Flensburg zu sehen, prominente Partner sind dabei die taz, die Bundeszentrale für politische Bildung, sowie verschiedene Kultusministerien der Bundesländer. Ihre aktuellste Produktion ›Auf den Spuren von …‹ hatte dieses Jahr im August in Frankfurt Premiere. Diese Auswahl soll neben vielen weiteren stilprägenden Kollektiven beispielhaft für etablierte Gruppen der Hildesheimer Schule stehen, die auch weiterhin von Niedersachsen aus Freies Theater machen. Zugleich entstehen stetig neue Kollektive. Beispielhaft werden hier drei genannt, welche ihre Heimat in Hildesheim und Hannover haben.


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