Die Soziale Fiktion

Das Theaterkollektiv DIE SOZIALE FIKTION (ehem. Dittrich Frydetzki / Dreit / Flegel / Froelicher / Grief / Melzer / Worpenberg) formierte sich während des gemeinsamen Studiums der Kulturwissenschaften in Hildesheim und arbeitet seit 2012 an gemeinsamen Theaterprojekten. Kennzeichen ihrer Arbeit ist es, für die inhaltlichen Auseinandersetzungen jeweils eigene theatrale Formen zu entwickeln, die mal dokumentarische Ansätze verfolgen, mal mit partizipativen Formen spielen und oft das Publikum aktiv als Figuren oder Akteur*innen in die ästhetischen Konzepte miteinbeziehen. Die Inszenierungen basieren auf thematischen Recherchen sowie szenischen Forschungsphasen. Text und Performance werden in einem kollektiven Arbeitsprozess von den Beteiligten realisiert. Das Interesse der Gruppe gilt einer sinnlich erfahrbaren, kritischen Auseinandersetzung mit dem Status Quo von Gesellschaft und Menschsein sowie der Eröffnung alternativer Denkräume – z.B. in Bezug auf die Ideologien des Nationalstaats (Steppengesänge) oder den Konflikten um gesellschaftlicher Sorge- und Pflege-Arbeit (BABIES COME HOME).

Ihre bisherigen Produktionen "Steppengesänge", "SCHICHTEN" und "BABIES COME HOME" wurden bereits national und international aufgeführt, u.a. bei: Roxy Theater Basel/Birsfelden, LOT & Staatstheater Braunschweig, Schwankhalle Bremen, Beursschouwburg Brüssel, Pavillon Hannover, Theaterhaus Hildesheim, Het Veem Amsterdam oder Kana Teatr Stettin. "Steppengesänge" wurde mit dem Jurypreis beim Körber Studio Junge Regie 2014 in Hamburg sowie beim Festival 100° am HAU Berlin ausgezeichnet und zu den Festivals Fast Forward 2014 in Braunschweig sowie Best OFF Niedersachsen 2016 eingeladen.

Neben der Arbeit an Bühnenstücken arbeiten die Mitglieder immer wieder auch in verschiedenen Konstellationen an theatralen Klein- und Kleinstformaten und ortsspezifischen Performances in Linienbussen oder Parkhäusern, an diskursiven Formaten zwischen Kunst und Wissensvermittlung sowie in den angrenzenden Künsten.



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