Wachsende Bedrohungslagen und eine spürbare Erosion demokratischer Strukturen prägen immer stärker die Kulturarbeit vor Ort. Diese Entwicklungen wirken sich auch auf den bevorstehenden Kommunalwahlkampf und die Kommunalwahl in Niedersachsen aus. Gerade in diesem Spannungsfeld kommt der (sozio-)kulturellen Arbeit eine Schlüsselrolle zu: Sie stärkt lokale Netzwerke, fördert demokratische Beteiligung und eröffnet Räume, in denen unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden und respektvoll sowie konstruktiv miteinander ins Gespräch kommen können. Zugleich wächst der Druck auf freie Kulturträger*innen - insbesondere auf die Soziokultur - die zunehmend ins Visier rechtsextremer Akteur*innen geraten.
Der Fachtag setzt hier an. Der Zeitpunkt ist günstig, um vor und im Wahlkampf die eigenen Forderungen, Leistungen und Positionen zu platzieren. Ziel ist es, die eigene Position in der Kommune zu schärfen, Netzwerke zu festigen, gegenseitiges Verständnis zu vertiefen und konkrete Impulse für eine demokratiestärkende Praxis vor Ort mitzunehmen. Im Mittelpunkt stehen Austausch, kollegiale Beratung und das Kennenlernen erprobter Praxisbeispiele aus der (sozio-)kulturellen Arbeit.
Eingeladen sind Akteur*innen aus (Sozio-)Kultur und der Zivilgesellschaft. Gemeinsam soll ausgelotet werden, wie Zusammenarbeit funktionieren kann, welche Themen wie gesetzt werden sollten und wie gute Lobbyarbeit gelingt. In praxisnahen Werkstätten werden Erfahrungen geteilt, Herausforderungen offen benannt und gemeinsam tragfähige Handlungsansätze entwickelt.
Hier gibt es weitere Informationen zum Ablauf und zur Anmeldung.