Nach der Begrüßung durch Nina de Chevallerie (Vorstand BFDK), Martina von Bargen (Geschäftsführung LaFT) und Andrea Haupt (Leitung wolfsburger figurentheater compagnie) ging es in die Vollen mit einer Fair Pay! - Werkstatt des Bundesverbands Freie Darstellende Künste (BFDK). Der BFDK veranstaltet diese Werkstätten regelmäßig in verschiedenen Bundesländern, um Themen wie faire Bezahlung mit Tanz- und Theaterschaffenden zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Im Rahmen der Werkstatt waren Judith Adam (Szenografie-Bund), Anna Eitzeroth (Geschäftsführung ASSITEJ) und Anja Kosanke (Theater Niridu/VdP) als Impulsgeber*innen eingeladen. Die Impulse aus der Fair Pay! - Werkstatt können in Niedersachsen zum Empowerment beitragen. Noch sind stagnierende Mittel und klamme Kassen jedoch ein großes Hindernis bei der Umsetzung, die Thema des angeregten Austauschs war.
Mit einem Impuls von Helge-Björn Meyer (Geschäftsführung BFDK) stiegen wir gemeinsam noch tiefer in das Thema Honoraruntergrenze ein, bevor eine Pause mit vegetarischem Chili Zeit und Raum für die persönliche Vernetzung bot. Den Nachmittag gestalteten Birk Schindler und Sebastian Rest (Mitglieder des Kollektivs VOLL:MILCH) mit einem Rundumblick in ihre Recherche im Rahmen des Netzwerks Geld und Theater. Unter dem Motto "GELDVORSTELLUNG: Un-Sichtbarkeiten der Geldschöpfung" erfuhren wir mehr über die Inszenierung von Geld und die Systeme, die sich hinter der Geldschöpfung verstecken.
Gerahmt wurde der diesjährige Tag der Freien Darstellenden Künste von Florian Rzepkowski, der die Veranstaltung als Moderator schon von Beginn an alljährlich begleitet. Stilecht im Kostüm sorgte er dafür, dass die verschiedenen Elemente des Tages nahtlos ineinander griffen. Auf Spielgeldscheinen durften Forderungen an Jetons gepinnt werden, die zum Ausklang des Tages beim Roulette gegeneinander ausgespielt und dann trotzdem in Gänze an Vertreter*innen der jeweiligen Verbände und der Politik ausgehändigt wurden. Es war ein spannender Tag mit intensiven Gesprächen, die wir mit in unsere Verbandsarbeit nehmen werden.
Unser herzlichster Dank geht an den Bundesverband Freie Darstellende Künste, VOLL:MILCH, die wolfsburger figurentheater compagnie, die Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen, unseren Moderator Florian Rzepkowski vom Figurentheater Osnabrück und natürlich alle Vertreter*innen aus Politik und Freier Szene, die dabei waren und mit uns diskutiert und den Tag gestaltet haben!